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Projekte & Perspektiven











2016

Ausstellung:
Goethe und Mylius in Italien







2015

Villa Vigoni & Expo Milano



Schwerpunktthema 2015:
Vom Krieg zum Frieden 1945 – 2015.
Europäische Wege aus deutsch-italienischer Perspektive


19. Januar
Veranstaltung im Umfeld des „Giorno della Memoria“
Di fronte al Muro / Vor der Wand
26.-27. Januar
Vigoni-Schülerseminar
Conoscere la storia per costruire il futuro
12. März
ITKAM Colloquium
Justizreform in Italien und die Auswirkungen
auf die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen
zwischen Deutschland und Italien

2.- 3. Juli
Vigoni-Forum
Jenseits der Krise: Visionen für Europa.
Ein deutsch-italienisches Gespräch
23.-26. Juli
Vigoni-Sommerseminar
Italien – Geschichte, Kultur, Gegenwart
6.-9. September
Deutsch-Italienisches Studentenforum


Kooperationsabkommen
Villa Vigoni und Universität Luxemburg

Im Oktober 2015 wurde - dank Unterstützung des Vorhabens durch die Italienische Botschaft in Luxemburg - ein Kooperationsabkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Villa Vigoni und der Universität Luxemburg unterzeichnet. Die Villa Vigoni und die Universität Luxemburg sind Einrichtungen, welche sich in einem europäischen Kontext gezielt der Verstärkung des Dialogs zwischen dem romanischen und germanischen Sprach- und Kulturraum widmen.
Die Eckpfeiler des Projekts sind einerseits die als Reichtum zu betrachtende Vielfalt der Kulturen, sowie andererseits ein als Bewegung zur Bewahrung des Erbes an Frieden, Rechten und Wachstum verstandener Europäismus. Geplante, ab 2016 stattfindende Aktivitäten sind u.a.: ein Konferenzprogramm in der Villa Vigoni zum Thema „Schengen revisited" welches um öffentliche Vorträge an der Université du Luxembourg ergänzt wird; die vereinte Teilnahme an europaweiten Ausschreibungen zur Projektfinanzierung und zum wissenschaftlichen Austausch; Praktikumsprogramme in der Villa Vigoni für Studenten der Université du Luxembourg.
nähere Informationen

2014

100 Jahre Camillo Boito
2014 jährte sich der Todestag von Camillo Boito zum hundertsten Mal; die Villa Vigoni hat zu den Feierlichkeiten, welche von Prof. Sandro Scarocchia (Accademia di Brera, Mailand) koordiniert wurden, mit einer deutsch-italienischen Tagung unter dem Titel Il Corpo e l’anima dell’arte - L’opera letteraria di Camillo Boito in dialogo con le arti beigetragen. Die Tagung wurde von Prof. Dr. Immacolata Amadeo (Villa Vigoni) und Prof. Dr. Caroline Lüderssen (Universität Heidelberg) organisiert und vom DAAD im Rahmen der „Deutsch-italienischen Dialoge“ finanziert.
Camillo Boito – Architekt, Professor für Architektur an der Accademia di Brera, Restaurator und Restaurationstheoretiker, Kunstkritiker und Schriftsteller – gehörte jenem Kreis von Literaten und Künstlern an, welche die sogenannte „Scapigliatura“ ins Leben riefen und dadurch die Grundsteine für eine Epoche legten, die bei der kulturellen Erneuerung des postrisorgimentalen Italiens von zentraler Bedeutung sein sollte. Einflüsse aus dem deutschen und generell dem europäischen Raum waren zu dieser Zeit von nicht unwesentlicher Bedeutung. Auf eben jenem erweiterten Blickwinkel basierend, wurde die Tagung dem literarischen Wirken Boitos gewidmet und versuchte dessen Bedeutung anhand einer Reihe von Beiträgen und detaillierten Untersuchungen, welche die große Komplexität und vor allem die große ideelle Einheit seines Werks hervorhoben, neu zu bewerten.
Auf diese Weise zu einem ganzheitlichen ästhetischen Konzept verschmelzend, erweisen sich  die  verschiedenen Künste - Literatur, bildende Künste, Theater, Musik, Oper und Architektur – als attraktivster und anregendster Interpretationsschlüssel zum Verständnis einer Persönlichkeit, deren Vielschichtigkeit von der zeitgenössischen Kritik häufig und zu Unrecht als Defizit  bewertet wurde.
Die hohe Qualität der Kongressbeiträge in der Villa Vigoni, sowie jene der anschließend in der Accademia di Brera in Mailand stattgefundenen Veranstaltung Boito architetto e restauratore, hat das verantwortliche wissenschaftliche Komitee dazu veranlasst eine Sammelpublikation in fünf Bänden herauszugeben, welche voraussichtlich Ende diesen Jahres erscheinen wird.


Kooperationsabkommen:
Villa Vigoni und Universität Mailand
Das im Herbst 2014 unterzeichnete Kooperationsabkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Villa Vigoni und der Università degli Studi di Milano hat das Ziel, ein ertragreiches Zusammenwirken zweier lombardischer Institutionen von großem internationalem Renommee zu ermöglichen: Auf der einen Seite die Villa Vigoni in ihrer europäischen Brückenfunktion zwischen italienischer und deutscher Wissenschaftswelt, auf der anderen Seite die Universität Mailand, die mit ihren 60.000 Studenten und ihrem Angebot von rund 200 Studiengängen, Graduiertenprogrammen und Aufbaustudiengängen eine der wichtigsten italienischen Bildungseinrichtungen darstellt. Durch Seminare, Vorträge, Summer- und Winterschools sowie europäische Projekte folgt das Kooperationsabkommen vor allem dem Ziel, italienische Studenten, Doktoranden und junge Wissenschaftler in Kontakt mit internationalen Exzellenz-Institutionen zu bringen. 

Podiumsdiskussion in Brüssel
Das deutsch-italienische Zentrum für Europäische Exzellenz „Villa Vigoni“ präsentierte im Rahmen der Italien-Reihe der Vertretung des Landes Baden-Württemberg eine Podiumsdiskussion zum Thema Neues Nationalgefühl – neue Kleinstaaterei – Gefahr für Europa? Die Verantstaltung fand am 3. Dezember 2014 in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel statt.
Im Zuge der Finanz- und Schuldenkrise teilen sich die Geister, wohin die Reise in Europa weitergehen soll. Die Einen wollen mehr und streben nach den Vereinigten Staaten von Europa als föderalem Bundesstaat. Sie wollen parallel zur Währungsunion eine enge politische Union. Die Anderen suchen ihr Heil im Nationalstaat oder in kleinstaatlichen Separatistenbewegungen. Sie wollen autonome eigene Staaten gründen, wie etwa die in Schottland, Flandern und in Katalonien, jedoch gleichzeitig EU-Mitglied sein. Andere wollen die Währungsunion verlassen oder Mitglieder aus dem Euro-Club ausschließen. In Italien drohen Beppe Grillos Fünfsternebewegung und die separatistische Lega mit einer Abkehr von der EU, und auch in Deutschland gibt es politische Kräfte, die den Euro in Frage stellen. Aber was heißt heute eigentlich „Europäische Einheit“ oder „Mehr Europa“? Wo liegt der Pfad, der in die Zukunft führt? Ist es ein dritter Weg, der das bisher Erreichte lediglich konsolidiert? Oder brauchen wir mehr große Mitgliedsstaaten, die in ihren Regionen das Subsidiaritätsprinzip viel stärker umsetzen als bisher? Darüber diskutierten Vertreter aus Deutschland und Italien.
Programm


VIGONI Lecture 2014 in Berlin
Strukturreformen und verlässliche Haushaltsregeln. Darin besteht das „Rezept“ für Europa des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble, das er am 16. Juli im Allianz Forum anlässlich der Vigoni Lecture zum Thema Eine Union für das 21. Jahrhundert. Wie Europa in gute Verfassung kommt darlegte. Hinsichtlich dessen, was Europa leisten muss, um aus der Krise herauszukommen, bestehe, so Schäuble, eine Übereinstimmung mit seinem italienischen Amtskollegen Pier Carlo Padoan. „Das wichtigste ist“ – so der Minister – „dass man sich klar macht: Vertrauen und Wachstum sind in die Euro-Zone zurückgekehrt, nicht obwohl, sondern gerade weil viele Euroländer zugleich ein bisschen sparsamer mit dem Geld umgegangen sind. Manche glauben immer noch, es gäbe einen Widerspruch zwischen Haushaltssanierung und Wachstum. Das Gegenteil ist richtig: Nur wenn wir eine nachhaltige Finanzpolitik betreiben, wird auch das Vertrauen der Anleger, Investoren und Konsumenten in die Stabilität Europas nachhaltig zurückkehren“.
Es sollen jetzt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Wachstum und Arbeitsplätze geschaffen werden. In diese Richtung gehen die jüngsten EU-Maßnahmen im Bank- und Finanzsektor: „Wir müssen die Finanzmärkte weiter so regulieren, dass sie der Realwirtschaft nützen. Die Bankenunion wird helfen, dass gesündere Banken ihrer Finanzierungsfunktion für Unternehmen wieder besser nachkommen. Aber die Lage im Finanzsektor ist noch angespannt. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sind auf Förderkredite und vor allem auf Wagniskapital dringend angewiesen. Wir haben deswegen zuletzt die öffentlichen Förderbanken gestärkt. Wir haben die Kredite der Europäischen Investitionsbank für kleine und mittlere Unternehmen aufgestockt“.
Im Hinblick auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit betonte Schäuble die Dringlichkeit tiefgreifender Reformen: „Wir müssen die Strukturreformen auf den Arbeitsmärkten voranbringen – gerade, um Jugendlichen wieder Chancen zu eröffnen. Wir müssen die strukturellen Ursachen der Probleme angehen. Wir brauchen Ausbildungssysteme, die sich stärker am Bedarf der Arbeitsmärkte ausrichten, Strukturreformen, die den Zugang junger Menschen zum Arbeitsmarkt erleichtern, und flexible Systeme der Lohnfindung, die die Produktivität berücksichtigen“.
Eine Stärkung des europäischen Binnenmarkts zum Beispiel in der Energieversorgung ist für den Bundesfinanzminister ebenfalls eine Priorität: „Wir sollten uns auch um eine Energieunion bemühen. Wir müssen unsere nationalen Energienetze verbinden zu einem intelligenten europäischen Netz, das Energieproduktion und -verbrauch zusammenbringt. Und wir brauchen eine europäische Strategie für den Umstieg auf nachhaltige Energien. Europa muss seine Abhängigkeit von Importen und schwindenden Ressourcen reduzieren“.
Nur durch koordinierte Fortschritte auf diesen strategischen Feldern könne Europa die Chance haben, „das sozialstaatliche Niveau“ zu erhalten, das es so attraktiv macht. „Um unseren Wohlstand bewahren zu können, müssen wir immer ein bisschen besser, stabiler, attraktiver sein als andere Weltregionen. Es geht darum, den Erfolg unseres europäischen Lebensmodells im globalen Systemwettbewerb auch künftig zu beweisen. Nur dann können wir weltweit neue Ordnungen mitgestalten, die von europäischen, westlichen Werten geprägt sind. Und nur dann werden wir gemeinsam – Italiener und Deutsche – auch künftig in einer Welt leben können, die unseren eigenen Ansprüchen gerecht wird“.
Rede des Ministers Schäuble
Pressespiegel

2013



2012



2010

Ciao-Tschau
Büro für den deutsch-italienischen Jugendaustausch

In dem gemeinsamen Bestreben, den deutsch-italienischen Jugendaustausch zu stärken, wurde 2010, zunächst auf der Basis der Internetplattform www.ciao-tschau.eu, das Büro für den Deutsch-Italienischen Jugendaustausch gegründet. Ziel dieser administrativ von der Villa Vigoni geleiteten Einrichtung ist es, Jugendlichen aus Deutschland und Italien die Möglichkeit zu bieten, miteinander in Kontakt zu treten und Informationen zu Aufenthalten im jeweils anderen Land zu beziehen.
Das Projekt entstand auf der Grundlage einer Gemeinsame Absichtserklärung des damaligen italienischen Außenministers Franco Frattini und des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier, die im Rahmen der deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Triest am 18. November 2008 unterzeichnet wurde. Die Absichtserklärung wurde durch einen diplomatischen Notenwechsel am 18. Juni 2009 formalisiert.
Das Programm stellt ein Pilotprojekt auf dem Gebiet des Jugendaustauschs zwischen Italien und Deutschland dar.



2009

Deutsch-Italienische Historikerkommission
Im Frühjahr 2009 hatten die damaligen Außenminister der Bundesrepublik und der Republik Italien die binationale Historikerkommission in der Villa Vigoni mit dem Auftrag eingesetzt, die deutsch-italienischen Erfahrungen im II. Weltkrieg und während der deutschen Besatzung in Italien aufzuarbeiten und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Besonders berücksichtigt werden sollte dabei das Schicksal der lange vernachlässigten Gruppe der sogenannten IMI, der italienischen Militärinternierten.
Die Ergebnisse wurden Ende 2012 im Italienischen Außenministerium vorgestellt und können unter folgendem Link abgerufen werden: Dokumentation Historikerkommission

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